Handicapausbildung

Führerschein "Wie bekommt man ihn?"


Vom Antrag bis zur Aushändigung


Gemäß den Bestimmungen der Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung (StVZO) hat jeder
erwachsene Bürger ein Recht auf eine Fahrerlaubnis, die jedoch auf bestimmte Fahrzeuge,
oder Zusatzeinrichtungen begrenzt werden kann.
Wenn Sie einen Führerschein erwerben wollen, steht Ihnen daher von gesetzlicher Seite
zunächst nichts im Wege. Allerdings gibt es für Sie einige Details zu beachten, damit Sie
keine unnötigen Aufwendungen haben oder auf den Kosten sitzen bleiben.
Ihr Weg zum Führerschein:


1. Antrag bei Ihrem Leistungsträger
2. Anmeldung in unserer Fahrschule
3. Gutachten
4. Ausbildung in unserer Fahrschule
5. Theoretische und praktische Prüfung
6. Eintragung von Auflagen und / oder Beschränkungen in Ihren Führerschein
7. Aushändigung Ihres Führerscheins


1. Antrag bei Ihrem Leistungsträger


Der Antrag auf Kostenübernahme für den Führerschein unterscheidet sich nicht von dem für
den behindertengerechten Umbau eines Fahrzeugs oder der Bezuschussung eines PKW-Kaufs.
Sie beantragen auch hier eine Leistung, die in der Kraftfahrzeugshilfe-Verordnung
(KfzHV) aufgeführt ist. Wir beraten Sie gerne, an welchen Leistungsträger Sie sich am besten wenden.

Die Höhe der Zuschüsse unterscheidet sich beim Führerschein von den Zuschüssen für die
Anschaffung eines Autos. Während die Zuschüsse für den Autokauf auf 9.500,00 € begrenzt
sind, kann beim Führerschein die volle Summe erstattet werden. Wie beim Autokauf richtet
sich die Höhe der Bezuschussung nach der monatlichen Bezugsgröße. Liegt Ihr monatliches
Einkommen bei bis zu 40% der Bezugsgröße, bekommen Sie 100% der notwendigen
Führerscheinkosten erstattet. Bei bis zu 55% der Bezugsgröße erhalten Sie zwei Drittel der
Kosten erstattet und bei bis zu 75% noch ein Drittel.
Wir geben Ihnen einen Kostenvoranschlag, fügen Sie diesen Ihrem Antrag bei, damit Ihr Leistungsträger sofort
überblicken kann, welche Kosten auf ihn zukommen werden.


2. Anmeldung in unserer Fahrschule


Warten Sie in jedem Fall ab, bis Sie einen positiven Bescheid Ihres
Leistungsträgers erhalten haben, bevor Sie einen Ausbildungsvertrag mit einer Fahrschule
unterzeichnen. Wenn Sie sich für unserere Fahrschule entschieden haben, stellen Sie einen Antrag "auf Erteilung der
Fahrerlaubnis" bei der für Sie zuständigen Führerscheinstelle.
In diesem Antrag wird auch abgefragt, ob Ihre körperlichen oder geistigen Fähigkeiten in
irgendeiner Weise durch Unfall oder Krankheit eingeschränkt sind. Die Verwaltungsbehörde
wird Sie daraufhin zur Prüfung Ihre körperlichen und geistigen Eignung zum Führen von
Kraftfahrzeugen bitten, ein amts- oder fachärztliches und ein technisches Gutachten
vorzulegen.


3. Gutachten


Zunächst benötigen Sie ein amts- oder fachärztliches Gutachten.
Dieses Gutachten ist die Grundlage für alle weiteren Untersuchungen. Begnügen Sie sich
daher nicht mit Attesten und Bescheinigungen ohne ausreichende Aussagekraft, sondern
achten Sie darauf, dass das Gutachten in allgemeinverständlicher Sprache gehalten ist, Ihre
Krankheit oder Behinderung genau bezeichnet und angibt, inwieweit diese Sie einschränkt.
Zusätzlich zu dem medizinischen Gutachten benötigen Sie ein technisches Gutachten. Dieses
kann bei einem amtlich anerkannten Sachverständigen der DEKRA in Auftrag
gegeben werden. In diesem Gutachten wird festgelegt, welche Hilfsmittel und Umbauten Sie
für das Führen eines Kraftfahrzeuges benötigen.
Da Sie die Gutachten in Auftrag geben, entscheiden auch Sie, wer das Gutachten erstellt, wie
weiter damit verfahren wird, und ob Sie es der Führerscheinstelle zustellen oder nicht. Alle
Gutachter unterliegen der Schweigepflicht. Daher ist es nötig, dass Sie den Gutachter durch
Unterschrift ermächtigen, das Gutachten an bestimmte Stellen weiterzuleiten. Es steht Ihnen
frei, ein neues Gutachten bei einem anderen Sachverständigen erstellen zu lassen, wenn Sie
mit dem Ergebnis des Ersten nicht einverstanden sind.
Sollte bei Ihrer Erkrankung oder Behinderung das Gehirn betroffen sein, ist häufig zusätzlich
ein Medizinisch-Psychologisches Gutachten notwendig. Neben der medizinischen
Untersuchung erfolgt hierbei eine psychologische Untersuchung, in der Ihr
Leistungsvermögen dahingehend untersucht wird, ob Sie ein Fahrzeug ordnungsgemäß durch
den Straßenverkehr steuern können. Hier wird u. a. getestet, ob Ihr Wahrnehmungs- und
Orientierungsvermögen, Ihr Reaktionsvermögen sowie Ihr Konzentrationsvermögen
ausreichend ist, um am Straßenverkehr teilnehmen zu können.
Sollte die für Sie zuständige Behörde die theoretischen Befunde der Gutachten durch
praktische Erkenntnisse untermauern wollen, kann eine Fahrprobe in Auftrag gegeben
werden. Hier geht es darum, zu erkunden, ob die angegebenen Hilfsmittel tatsächlich die
richtigen sind, um ein Fahrzeug auf Sie abzustimmen.


4. Ausbildung in unserer Fahrschule


Bevor Sie sich zur Führerscheinprüfung anmelden, haben Sie, wie jeder andere Fahrschüler
auch, einige Theorie- und Fahrstunden zu absolvieren. Der Gesetzgeber schreibt mindestens vor:

  • 14 theoretische Lektionen (a 90 min)
  • eine grundlegende praktische Ausbildung ohne Zeitvorgabe
  • 12 Sonderfahrten (a 45 min)Anfahrt

Die Sonderfahrten bestehen aus:

  • 5 Überlandfahrten
  • 4 Autobahnfahrten
  • 3 Nachtfahrten

Wir stellen Ihnen ein modernes Fahrzeug für die praktische Ausbildung. Dieses ist für die meißten körperlichen Handicaps ausgerüstet.

Wenn Sie Zweifel haben, dann laden wir Sie auch gern zum Probesitzen ein, damit Sie in Ruhe und ohne Kosten testen können, ob das Fahrzeug Ihren Ansprüchen gerecht werden kann.

 

5. Theoretische und praktische Prüfung


Am Ende der Fahrausbildung steht für Sie die Zulassung zur theoretischen und zur
praktischen Führerscheinprüfung.


6. Eintragung von Auflagen und/oder Beschränkungen in Ihren Führerschein


Wenn Sie auch diese letzte Hürde sicher überwunden haben, wird Ihnen endlich Ihr
Führerschein ausgehändigt. Dieser kann Einschränkungen enthalten, welche aber nicht Ihre
Mobilität einschränken, sondern Ihre Fahrsicherheit erhöhen.

 

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